Liebster Award

Jan von Paranoyer hat mir ein Stöckchen zugeworfen. Es gilt ein paar Fragen zu beantworten und sich neue auszudenken und weitere Blogs einzuladen. Weitertragen ist nicht so mein Ding, aber die Fragen beantworte ich gern.

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Aliens begegnen uns ja ständig in allen möglichen Medien. Doch wie sieht es für dich in der Realität aus? Glaubst du an die Existenz von außerirdischem Leben irgendwo im All oder hältst du die Erde für einen (für uns) glücklichen Zufall?

Aliens sind ein Thema mit dem ich mich gelegentlich beim Anschauen von Filmen oder Serien befasse. Dort finde ich sie abwechselnd amüsant oder schön gruselig. In der Realität denke ich darüber überhaupt nicht nach. Ich finde das Geschehen und das Leben hier auf der Erde rund um mich herum schon geheimnisvoll und fremdartig genug.
Sich jetzt auch noch zu überlegen, ob es jenseits des Planeten noch weitergeht, damit fange ich vielleicht an, wenn ich das Leben hier kapiert habe. Also nie!

Empfindest du TV-Serie wirklich, wie immer mal wieder postuliert wird, als „Medium der Zukunft“, dass dem Kino den Rang ablaufen wird (oder es schon getan hat)? Oder ist das alles zu sehr gehypt?

Steckt das Kino nicht schon seit Erfindung des Fernsehers in der Krise? Ich bin eine Freundin des positiven Denkens. Vielleicht ist es ja so, dass die steigende Qualität von Serien auch dem Kino einen Aufschwung gibt. Dass die Leute sich denken: „Mensch, sieht das alles gut aus. Wie toll wäre es mal wieder etwas im Kino zu sehen?“
Naiv, ich weiß. Aber über Bingewatching und „Runterkonsumieren“ von Serien schimpfen ja schon alle anderen.

Ganz ehrlich: Verfolgst du manche Blogs nur, damit du über die dort veröffentlichten Meinungen den Kopf schütteln kannst?

Nö.

Manche Leute lehnen schwarz/weiß-Filme kategorisch ab. Findest du diese Haltung albern oder kannst du sie, zumindest auf irgendeiner Ebene, nachvollziehen?

Ha! Das ist mein Thema. Ich habe ja im Zuge meiner Filmzeitreise nicht nur viele schwarz/ weiß-, sondern auch Stummfilme gesehen. (Die kommen ja wahrscheinlich für noch mehr Menschen nicht „in Frage“.)
Und ich muss sagen: Liebe Leute, schwarz/weiß Filme, besonders aus der Stummfilmzeit sind gar nicht schwarz/ weiß. Ich habe es in einigen Filmen erlebt, dass die unterschiedlichen Szenen in verschiedene Schattierungen getaucht waren, um sie voneinander abzugrenzen und die unterschiedlichen Stimmungen darzustellen. Ich fand das sehr aufregend.

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(Szenen aus „Das Kabinett des Dr. Caligari)

Auch in den späteren schwarz/ weiß Filmen hatte ich niemals das Gefühl, dass die Filme minderwertiger oder altbackener waren. Sie sind einfach anders als Farbfilme. Klar, als ich für das Jahr 1943 mit Life and Death of Colonel Blimp von Powell and Pressburger meinen ersten Farbfilm sah, strahlten mir die Farben entgegen und ich habe mich gefreut. Aber eben über die Farben als eine künstlerische Ausdrucksmöglichkeit. Einfach ein Weg, seinen Film zu gestalten.
Um auf die Frage zurückzukommen. Ich finde diese Haltung nicht nur albern, sie macht auch überhaupt keinen Sinn. Die (fehlende) Farbe als Qualitätsmerkmal eines Films anzusehen, ist so als würde man es ablehnen einen Film zu gucken, weil dort ein bestimmtes künstlerisches Mittel angewandt wird. Kann man machen, aber dann ist man eben doof.

„Todespilot Lubitz führte Glückstagebuch“ Wie sehr regen dich solche Meldungen auf bzw. lassen sie dich an dem Zustand der Menschheit verzweifeln (alternativ kann auch jede andere Meldung eingesetzt/gedacht werden)?

Diese Meldung hat mich heute auf die Palme gebracht. Weil sie einfach nur dazu dient, nach diesem tragischen Unglück die Leute mit irgendwelchen Informationen zu füttern. Was das für Folgen für die Akzeptanz von psychischen Erkrankungen hat ist egal.
Ich versuche aber nicht am Zustand der Menschheit zu verzweifeln, denn ich führe immerhin auch Glückstagebuch.

Was sind deine Strategien, um nach einem stressigen Tag wieder einen Ausgleich zu finden?

Spazieren gehen. Langweilig aber wahr, egal wie es einem geht, sich 20 Minuten an der frischen Luft bewegen ist IMMER gut. Besonders gerne bin ich dabei am Wasser und höre ein Hörbuch. Die Stimme von David Nathan, der mir etwas von Stephen King vorliest: wunderbar. Die Welt ist vergessen.

Auf welches Medium/Kunstform könntest du persönlich am ehesten verzichten (ohne es selbstredend ganz abschaffen zu wollen, da ja jeder sein Faible haben darf)? Bücher, TV, Radio, Videospiele oder etwas ganz anderes?

Videospiele. Ganz einfach, weil ich bisher außer „Monkey Island“ nie welche gespielt habe. Ich liebäugel zwar manchmal damit, auch mal in diese Welt einzutauchen. Aber ich habe Angst, dass es mich zu sehr wegträgt von der Realität. Ich stelle mir das noch intensiver vor als Bücher oder Filme.

Blogger, besonders die Film- und/oder Buchaffinen, berichten ja immer wieder von Platzproblemen. Kennst du das oder hast du deine Sammelwut im Griff bzw. einen Weg gefunden, alles unterzubringen?

Ich würde mich nicht als sammelwütig bezeichnen. Ich habe das Sammeln von Büchern, Filmen, Schuhen und Kleidung und sonstigem Tand einigermaßen im Griff. Ich schaffe es aber auch Dinge wegzugeben oder zu verschrotten. Von Büchern beispielsweise, kann ich mich doch recht gut trennen. Es kommen ja immer genug nach. Ein Platzproblem gibt es trotzdem, weil mein Mann und ich in einer kleinen Wohnung leben.

Wo wir gerade bei Sammelwut sind: hast du als Kind Zeitschriften gesammelt? Wenn ja, welche und vor allem: tust du es heute noch?

Ich war und bin keine eifrige Zeitschriftenleserin. Als Teenager gab es Bravo, Mädchen und co. Filmzeitschriften habe ich mir aus der Bibliothek ausgeliehen. Insgesamt bin ich zu kniepig fürs Zeitschriften sammeln.

Twitter interessiert es, den Deutschen im Klischee sowieso, andere nehmen es einfach hin: das Wetter. Welche Jahreszeit entspricht deiner Vorstellung von einem „super Wetter“ am ehesten und warum?

Ich mag eigentlich alle Jahreszeiten gern. In Norddeutschland ist das Wetter ja zu allen Jahreszeiten oft eher unschön. Ich nehme es so, wie es kommt und freu mich über Sonne. Sei es im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Wenn ich mich allerdings festlegen müsste, dann bin ich die gemäßigte Frühjahr- und Herbstliebhaberin, weil ich weder Hitze noch Kälte gerne habe, aber durchaus mal mit Regen klar komme.

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Ein Kommentar zu „Liebster Award

  1. „In Norddeutschland ist das Wetter ja zu allen Jahreszeiten oft eher unschön.“
    Und genau deshalb ist es da so toll. 😉

    Vielen Dank fürs mitmachen und die schönen Antworten.

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