Der letzte Mann (Deutschland, 1924) Regie: Friedrich Wilhelm Murnau

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Wunschfilm von Tobias Mielke

Vorher:
Der letzte Mann, der nächste Stummfilm. Ich sehe einen Film von Friedrich Wilhelm Murnau, dessen Nosferatu den Grundstein für den filmischen Dracula Mythos gelegt hat. Von ihm habe ich aber in jüngster Vergangenheit das bezaubernde Liebes- und Großstadtmärchen „Sunrise“ ins Herz geschlossen.
Was erwartet mich nach Tod, Liebe und den betörenden Lichtern der Stadt in meinem dritten Murnau? Es geht um einen Hotelportier, den letzten Mann, der über das Hotel wacht. Wird es tragisch oder lustig? Ich habe so melancholische Gefühle, wenn ich den Titel lese. Ich springe schnell zurück ins Jahr 1924 und werde es euch wissen lassen.

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Das Cabinet des Dr. Caligari (Deutschland, 1920) Regie: Robert Wiene

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Vorher:
Ein junger Mann torkelt durch aufgemalte Bäume, alles ist schräg, zackig und unheimlich. Ich habe nur sehr vage Erinnerungen an „Das Cabinet des Dr. Caligari“, den bekanntesten aller Stummfilme, den ich mir als 17 jährige anschaute.
Er hat mich beeindruckt und verstört, da bin ich mir sicher. Aber dennoch musste ich erst 36 werden, um mich für Stummfilme zu begeistern und mehr Filme aus dieser Zeit zu sehen. Umso gespannter bin ich jetzt wie er auf mich wirkt, nachdem ich im letzten Jahr ca. 20 Stummfilme gesehen habe. Wird er für mich schon „Mainstream“ sein? Bestimmt nicht. Zumal ARTE ihn mir heute in einem neuen, restaurierten Mäntelchen vor die Füße bettet. „Das Cabinet des Dr. Caligari (Deutschland, 1920) Regie: Robert Wiene“ weiterlesen

The Thief of Bagdad (USA, 1924) Regie: Raoul Walsh

 

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Vorher:
Es ist wieder Stummfilmzeit. Das ist ein richtiges kleines Steckpferd von mir geworden. Danke an die „Wilde 13“ für diese neue Leidenschaft…
Heute steige ich auf einen fliegenden Teppich und klaue mich mit dem charmanten Douglas Fairbanks durch Bagdad. Oder jagt er den Dieb? Wird er viele Frauen verführen? Ach ne, das war ja Rudolph Valentino. Ich freu mich auf eine tolle Abenteuergeschichte und bin gespannt wie vor 90 Jahren der Orient und fliegende Teppiche inszeniert wurden. „The Thief of Bagdad (USA, 1924) Regie: Raoul Walsh“ weiterlesen

Sherlock Jr. (USA, 1924) Regie: Buster Keaton

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Vorher:
Nach 45 Jahren Filmgeschichtsreise habe ich gestern festgestellt, dass Buster Keatons „The General“ mich bisher am meisten begeistert hat. Das nehme ich zum Anlass einen weiteren Film von ihm kennenzulernen. „Sherlock Jr.“
Da ich auch Krimi und Sherlock Holmes Fan bin, wird das jetzt ein Heidenspaß für mich. Ich freue mich so den tollen Buster wieder in Aktion zu erleben. Also ganz schnell: Film ab. Endlich geht es mal wieder in die Stummfilmzeit. „Sherlock Jr. (USA, 1924) Regie: Buster Keaton“ weiterlesen

Un chien andalou (Frankreich, 1929) Regie: Luis Bunuel/ Der Mann mit der Kamera (Russland, 1929) Regie: Dsiga Wertow

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Vorher:
Ich mache heute mal eine Spielfilmpause und wende mich der Kunst zu. Die kommt gleich im Double Feature. Zuerst gucke ich mir endlich mal Bunuels surrealistischen Kurzfilm „Un chien andalou“ an. Salvador Dali hat ja auch mitgemacht. Ob er mehr zu bieten hat, als die weltberühmte Szene, in der einer Frau das Auge zerschnitten wird? Ich hoffe es.
Im Anschluss daran geht meine Reise nach Russland. Wo ich Dsiga Wertow einen Tag mit der Kamera begleite. In „Der Mann mit der Kamera“ werden Alltagsszenen aus vier russischen Großstädten zu einer dokumentarischen Phantasie zusammen geschnitten. Surrealismus trifft auf surrealistisch zusammengefügten Realismus des Sozialismus. Knoten in der Zunge und im Kopf. Die richtige Voraussetzung für das, was jetzt kommt. Film ab! „Un chien andalou (Frankreich, 1929) Regie: Luis Bunuel/ Der Mann mit der Kamera (Russland, 1929) Regie: Dsiga Wertow“ weiterlesen

Le Passion de Jeanne d’Arc (Frankreich, 1928) Regie: Carl Theodor Dreyer

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Vorher:
Wenn man über einen Film liest, dass die Originalfassung in den 80er Jahren in einer norwegischen Anstalt für Geisteskranke wiederaufgetaucht ist, muss man ihn sich anschauen, oder? Carl Theodor Dreyers Verfilmung des Jeanne D’ Arc Stoffes gilt als eine der Besten. Mir hat ein Freund schon in höchsten Tönen von diesem ungewöhnlichen Film erzählt. Alles ganz minimalistisch, instensiv und toll. Und nachdem mir vom Dänen Dreyer der in Deutschland entstandene Film „Vampyr“ sehr gut gefallen hat, leide ich gerne und voller Spannung mit der tapferen Johanna mit.

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Sunrise (USA, 1927) Regie : Friedrich Wilhelm Murnau

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Vorher:

Friedrich Wilhelm Murnau in Amerika. Sein erster Film dort ist „Sunrise“, der wirklich auf allen Film Bestenlisten auftaucht. Es geht um eine märchenhafte Liebesgeschichte. Um einen Stadt und Land Kontrast. Viel mehr weiß ich, wie so oft, nicht. Von Murnau habe ich natürlich die legendäre Dracula Verfilmung „Nosferatu“ gesehen. Aber 5 Jahre später im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wird Murnau ganz anders ans Kino herangehen. Ich bin gespannt und freue mich auf einen Film, der komplett den wunderbaren Titel: „Sunrise. A song of two humans“ trägt. Hach. Sonne, erwärme mein Filmherz. „Sunrise (USA, 1927) Regie : Friedrich Wilhelm Murnau“ weiterlesen

The General (USA, 1926) Regie: Buster Keaton

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Vorher:

Ich habe gerade nach Bildern von Buster Keaton gesucht und er lacht auf keinem einzigen Bild, sondern sieht eher etwas düster aus. Das finde ich großartig und ich bin nun umso neugieriger auf seinen Film „The General“. Ich folge den Schienen und springe mit lachender Vorfreude auf seinen Zug auf. „The General (USA, 1926) Regie: Buster Keaton“ weiterlesen

Die freudlose Gasse (Deutschland, 1925) Regie: Georg Wilhelm Pabst

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Vorher:

Nach der Gier kommt die Freudlosigkeit. Ich mache hier einiges mit. Wann wird es denn mal fröhlicher? „Die freudlose Gasse“ von Georg Wilhelm Pabst ist ein früher Film der „Neuen Sachlichkeit“. Ein sozialkritischer Film in tristen Kulissen. Ich erwarte keine Träumereien wie beim französischen Film „Coeur Fidele“. Aber ich freue mich darauf, in den armen Gassen Wiens auf Asta Nielsen und Greta Garbo zu treffen. „Die freudlose Gasse (Deutschland, 1925) Regie: Georg Wilhelm Pabst“ weiterlesen

Greed (USA, 1924) Regie: Erich von Stroheim

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Vorher:

„Auch wenn ich drei Wochen Zeit zum Reden hätte, könnte ich nicht annähernd den Schmerz beschreiben, welchen mir die Verstümmelung meines Werkes bereitet hat.“ Mit diesen Worten beschreibt Erich von Stroheim seine Gefühle über die Kürzung seines Mammutfilms „Greed“.  Das Studio hatte, nachdem der Film einmal in voller Länge gezeigt worden war, von Stroheims wahnsinniges Projekt, das einen 8- 10 Stunden Film hervorbrachte, gnadenlos auf etwas über 2 Stunden runtergekürzt. Die Originalversion ist nicht mehr erhalten, weil versehentlich die herausgeschnittenen Filmszenen vernichtet wurden.

Ich begebe mich nun aber auf die Spuren des Filmhistorikers Rick Schmidlin, der 1999 anhand von erhaltenen Standfotos und Stroheims Drehbuch in Ansätzen versucht hat die Originalversion zum Leben zu erwecken. Ich traue mich nun also an 239 Minuten Film heran, von denen die Hälfte aus abgefilmten Fotos besteht. Kann so etwas funktionieren? Es klingt auf jedem Fall nach einem Abenteuer, dem ich mich nun voller NeuGier stelle. Sei nicht traurig, Erich, ich versuche ein wenig deinem Genie nachzuspüren.

PS: Ach so, worum geht es in dem Film? Um einen einfachen Zahnarzt, der der Geldgier erliegt. Mehr weiß ich gar nicht. „Greed (USA, 1924) Regie: Erich von Stroheim“ weiterlesen