Das Leben ist ein Wunschkonzert….

… auf jeden Fall für Euch. Es geistert zurzeit eine Aufgabe durchs Internet, für die es gilt, seine 15 Filme für die einsame Insel zusammenzutragen. Mein erster Gedanke war: Ich würde einfach meine 15 liebsten Menschen nach ihren persönlichen Favoriten fragen. Dann hätte ich 15 tolle Filme und würde beim Gucken an diese Personen denken, die ich ja nicht mit auf die einsame Insel nehmen dürfte.
Da ein Inselaufenthalt erst mal nicht in Planung ist, fiel mir ein: Warum nicht einfach ein Wunschkonzert veranstalten. Mit Euch eine Film- Jukebox füllen, in die ihr mir eure liebsten Filme reinlegt, die ich unbedingt sehen und besprechen soll.

So ist der Plan: Ihr postet, kommentiert oder twittert Euren Filmwunsch an mich und 15 Kandidaten erhalten das Glückslos und ich entdecke Eure Filmwelt. Bedingungen wären:

  1. Ich muss irgendwie an den Film herankommen.
  2. Es sollte schon irgendwie ein persönlicher Geheimtipp von Euch sein (denn: Fight Club, Pulp Fiction und The Big Lebowski habe ich dann doch schon des Öfteren gesehen)
  3. Frei nach Monty Phython: Jeder nur ein Kreuz. Bitte nur einen Film aussuchen.

Vielleicht könnt ihr einen kleinen, persönlichen Kommentar dazu schreiben, warum ich den Film unbedingt sehen und besprechen soll. In welchem zeitlichen Rahmen das stattfinden soll, weiß ich nicht. Ich finde die Idee einfach schön und je länger es dauert: desto besser.

PS: Beim Schreiben ist mir aufgefallen, dass wir in Twitterkreisen schon mal den „Twitterfilmclub“ ins Leben gerufen haben, der eine ähnliche Idee hatte, der leider im Sande verlaufen ist. Ich hoffe, dass passiert hier nicht.

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12 Kommentare zu „Das Leben ist ein Wunschkonzert….

  1. Eine wundervolle Idee. 🙂 Mein Filmvorschlag ist ein deutsches Werk vom Regisseur Michael Hofmann mit Katharina Schüttler in der Hauptrolle: „Sophiiiie!“ (2003). Ich bin großer (neuer) neuer deutscher Film Fan (Filme zu Beginn der 2000er Jahre und fortfolgend, Regisseure wie Petzold, Akin, Dresen etc.) und Schauspielern wie Bleibtreu, M. Peschel, Schilling bei den Herren und Pallaske, Hummer, C. Paul und eben meine deutsche Lieblingsschauspielerin Katharina Schüttler bei den Damen. Filme mit ihr sehe ich wahrscheinlich automatisch durch die Fanbrille, was nicht immer hilfreich ist. Eine aussenstehende Sichtweise auf ihr meiner Meinung nach immer noch intensivstes Schauspiel in obigen Film würde mich interessieren. *Anmeldung erfolgt* 🙂

  2. Toll! Du hat ja eine sehr besondere Art, Filme zu entdecken – da sind wir sehr gespannt. Wir wünschen uns „Die Delegation“ von Rainer Erler (D 1970). Dieser Film hat uns sehr beeindruckt, weil er die eigene Wahrnehmung etwas gegenbürstet. Hier findest Du unsere Meinung(en) zum Film – aber wahrscheinlich liest Du das besser erst, wenn Du mit Selbstschauen und Selbstschreiben fertig bist 🙂 http://schoener-denken.de/blog/index.php/die-delegation-doppelt/

  3. Ich habe vor kurzem eine echtes französisches Kleinod entdeckt. Der Film heißt „Küss mich bitte“. Er ist sehr romantisch und erzählt eine schöne Geschichte. Außerdem kannte ich die Schauspieler bis dahin überhaupt nicht, die ich echt großartig fand. Da ich französische Filme irgendwie mag, zeichne ich sie regelmäßig auf. Oftmals sind sie so la la, aber der ist tres bien.

  4. Dann gebe ich Dir Das Rattennest (Kiss Me Deadly) von 1955 mit auf die Insel. Regie Robert Aldrich nach einem Mike Hammer-Roman von Mickey Spillane. Ein später, aber bedrückender und kalter Noir. Mit einem der Schreie der Filmgeschichte – den hört man auch noch weit weg von der Insel.

  5. Eine sehr schöne Idee – finde ich auch!
    Als Stummfilmfan war mein erster Impuls Murnaus „Sunrise“ – aber den kennst Du ja schon.
    Mein zweiter Impuls ist ein wunderbarer Film, den kaum jemand kennt: „A Prairie Home Companion“ (auf Deutsch erschienen auf DVD als „Robert Altman’s Last Radio Show“).
    Die (real existierende) Radioshow des in den USA bekannten Autors Garrison Keillor (der sich im Film selbst spielt) soll zum letzten Mal gesendet werden – dann wird das Studio an einen texanischen Ölmulti verkauft. Für die „letzte Show“ trommelt Keillor alle seine Künstler-Freunde und Bekannten der letzten Jahrzehnte zusammen – gespielt von Meryl Streep, Lily Tomlin, Woody Harrelson, John C. Reilly u.a.
    Der Musikstil (Country) entspricht absolut nicht meinem Geschmack, doch der Film hat derart viel Charme, Witz und tolle Nummern, dass es die reine Freude ist. Es geht um Abschied, Tod und was danach kommt.
    Regisseur Robert Altman wusste, dass dies sein letzter Film wird – das spürt man. „A Prairie Home Companion“ ist einer seiner schönsten Werke geworden. Ich liebe diesen Film und dessen melancholisch-lakonischen Witz – und alle seine Figuren sind mir ans Herz gewachsen.
    Wenn Du den nicht kennst: Den wünsche ich mir von Dir. Und hoffe, dass er Dir genauso gefallen wird.

  6. Ich habe nun auch einen für dich gefunden. Ich hoffe du kennst ihn noch nicht: MR. NOBODY (2009) von Jaco Van Dormael. Mich hat er sehr fasziniert …

  7. Da möchte ich auch noch gerne mitmachen und werfe hiermit „Stalker“ von Tarkowskij in den Topf. Man braucht etwas Geduld bei dem Film, dafür wird man mit den schönsten Bildern von Verfall belohnt und mit einer wunderbaren Ambivalenz zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit.

  8. Ich schlage vor: Dino Risis „Il Sorpasso“ (deutscher Titel: „Verliebt in scharfe Kurven“) von 1962. Einer der schönsten Filme über das Leben überhaupt, mit Vittorio Gassman und Jean-Louis Trintignant.

  9. Mein Alternativvorschlag: Statt „Prairie Home Companion“ der köstliche deutsche Film „Ein Tick anders“. Eine deutsche Komödie, die herrlich skurril (hier wird skurril nicht mit blöd verwechselt) und verspielt ist – zum Thema „Tourette-Syndrom. Auch so ein Geheimtipp. Und wenn Du auch den schon kennst: „Einfach Blumen aufs Dach“! DDR 1979 – wunderbar!
    Ich hoffe, nun sei was dabei…

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