The French Connection (USA, 1971) Regie: William Friedkin

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Vorher:
Gene Hackman trägt einen Hut und ist ein Polizist in New York. Es gibt eine legendäre Verfolgungsjagd unter U- Bahn Brücken und das war es dann auch schon mit meinem Vorwissen über „The French Connection“. Es war mir sogar neu, dass Roy Scheider die zweite Hauptrolle spielt, wie ich jetzt der BluRay Hülle entnehme. Aber mehr nehme ich auch gar nicht mit rein in die Ermittlungen. So müssen mich wieder mein scharfer Verstand, meine große Schnauze und mein naives Auge durch den knallharten Copthriller tragen. Aber ihr kennt mich, ich bin noch jedes Mal heile beim „Hinterher“ angekommen.

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Mittendrin:
Bisher ging ja eher ums Warten, Beobachten und Belauschen. Laaaangweilig. Ach Quatsch. Ich bin wirklich angetan. New York ist dreckig, Gene Hackman als Popeye ist ein runtergekommener Schwerenöter. Aber ich habe beide schon ins Herz geschlossen und total spannend ist es auch noch. Bisher gebe ich „The French Connection“ ein Très bien.

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Hinterher:
Woah! Ich bin wirklich froh, gut angekommen zu sein. „The French Connection“ war eine handfeste Überraschung für mich. Ich hatte einen lauten und eher aufdringlichen Film erwartet, in dem es dicke Eier, blöde Sprüche und viel kaputtes Blech gibt. Aber gesehen habe ich einen düsteren, dreckigen und spannenden Thriller, in dem Eier, Sprüche und Blech sehr sehr fein dosiert waren.

Der Film erzählt die mühseligen Ermittlungen des Drogenfahnderduos Popeye Doyle und Cloudy Rousso. Durch Zufall kommen sie einem dicken Drogenhandel auf die Spur und erleben zermürbende und nervenzerreißende Ermittlungen voller Warten, Verfolgen und Beobachten. Hört sich langweilig an, ist es aber nicht.

Ich bin von William Friedkin (Hallooo, der „Exorzist“ Regisseur) auf einen wirklich großartigen Trip in das düstere Herz des New Yorks Anfang der 70er mitgenommen worden. Ein Freund von mir schrieb gerade, dass man als Beobachter irgendwie außen vor bleibt. Aber gerade das fand ich gut. So konnte ich mich ganz sicher, von meinem Sofa aus, auf dieses dreckige Abenteuer einlassen und konnte quasi die Polizisten beim Beobachten beobachten. Mindfuck!

Für mich haben den Film neben der Grundspannung einige nervenzerreißende Szenen besonders aufregend gemacht. Ein Beispiel ist die Verfolgungsjagd einer Hochbahn. Ich bin kein großer Actionkenner. Aber ich stelle für mich mal so fest: die beste Actionszene, die ich bisher in meinem Leben gesehen haben. Stil, Spannung und Übersichtlichkeit anstelle von dummem Kaputtmachen, albernen Schnitten und zu vielen Protagonisten.
Als Bonbon obendrauf gibt es noch die tollen Hauptdarsteller, der zurückhaltende, coole Roy Scheider und der gleichzeitig hassens- und liebenswerte Gene Hackman in der Rolle seines Lebens. Popeye rules!

Was habt ihr jetzt noch für eine Ausrede die French Connection nicht zu knüpfen? GAR KEINE. Los, angucken.

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4 Kommentare zu „The French Connection (USA, 1971) Regie: William Friedkin

  1. Und demnächst bitte „French Connection II“ hinterherschieben, der brauch sich nicht hinter seinem Vorgänger verstecken. Ebenfalls wieder eine großartige Leistung von Gene Hackman, allein dafür sehenswert!

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