Colossus- The Forbin Project (USA, 1970) Regie: Joseph Sargent

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Vorher:
Auf geht’s in die 70er und auf geht’s in die Zukunft. Mein erster Science- Fiction Film wartet auf mich. Ein Film, von dem ich vorher noch nie etwas gehört habe. Es geht um die Übernahme der Weltherrschaft durch Computer. Ob der Film mit Kubricks „2001- Odyssee im Weltraum“ mithalten kann? Ich bin gespannt und lasse das unbekannte Zukunftsabenteuer einfach auf mich zukommen.

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Mittendrin:
Colossus macht Kokolores. Die Menschheit hat aber ganz schön schnell die Kontrolle über den Supercomputer verloren. Mit tollem Set Design und flottem Tempo präsentiert sich dieser spannende Thriller. Hach, und der US Präsident sieht aus wie JFK.
Colossus befiehlt: Stelter zurück an das TV Gerät. Da gehorche ich mal lieber und bin gespannt, ob die Menschheit sich endgültig der künstlichen Intelligenz beugen muss.

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Hinterher:
„Colossus, wie fand ich diesen Film?“…. Huch, jetzt habe ich mich doch auch fast von dem unheimlichen Riesencomputer lenken lassen. Dabei muss Colossus mich gar nicht manipulieren, um hier jubelnd den Daumen zu heben. Dieser Science- Fiction Film hat sich als sehr guter, stylischer und auch beklemmender Zukunftsthriller herausgestellt.

Der Film setzt in einer fortschrittsgläubigen Welt an, in der der Präsident aussieht wie John F Kennedy und die Sicherheit seines Landes in die Hände des smarten Wissenschaftlers namens Charles Forbin legt, der in einem Berg mit seinem Team einen Supercomputer entwickelt hat, der von nun an die Sicherheit und Verteidigung des Landes leiten soll. Doch die Euphorie für diese Technik, die den Menschen und sein Leben in eine neue Zukunft führen soll, hält nicht lange an.
Die Sektgläser von Forbins Teams sind noch nicht verklungen, da meldet sich Colossus das erste Mal zu „Wort“ und eine Odyssee beginnt, in der ganz schnell klar wird, dass diese Maschine sehr gefährlich ist und sehr wohl eine eigene Meinung entwickeln kann.

In wunderbarem 70er Jahre Setting, das aus heutiger Sicht natürlich sehr altmodisch wirkt und mich zunächst etwas schmunzeln ließ, entwickelte sich „Colossus“ immer mehr zu einem vielschichten Thriller. Das Lächeln über die Riesenkiste blieb mir bald im Halse stecken.
Ich habe mich in den Kontrollräumen mit den Bildschirmen, den riesigen USA- Russland Karten und den ratternden Maschinen sehr wohl gefühlt und wurde quasi zu einem Mitglied des Forbin Teams. Wer würde sich darüber nicht freuen, ist Forbin doch eine Art James Bond als Informatiker.
Sehr smart und gut aussehend und in jeder Situation tough und leicht amüsiert. Alles fällt ihm leicht und er ist quasi die Hand Gottes. Als sich seine Situation im Lauf des Films immer mehr verschiebt, hält er der Angst lange stand und seine Figur bringt dem Film so manche Leichtigkeit.
Doch am Ende muss selbst Forbin sich fragen: „Bin ich mit meiner Wissenschaftlerarroganz zu weit gegangen?“ und muss sich seinem Monster geschlagen geben.

Wenn ihr jetzt sagt: „Sci- Fi um 1970? Da sehe ich doch lieber Kubricks „2001- Odyssee im Weltraum.“ schüttel ich nur nonchalant mit dem Kopf, mixe mir nen Drink und sage: „Müßt ihr ja wissen, Sweethearts. Euch entgeht was.“
forbin

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