Coeur Fidele (Frankreich, 1923) Regie: Jean Epstein

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Vorher:

Die besten Dramen kommen aus Frankreich. Das war auch 1923 schon so. Das hoffe ich jedenfalls. Nach den USA, Italien, Deutschland und Schweden sehe ich jetzt meinen ersten französischen Film. Formidable! „Coeur fidele“ ist ein Drama. Punkt. Mehr weiß ich gar nicht. Blind laufe ich auf diesen Film zu. Bis in 90 Minuten dann. „Coeur Fidele (Frankreich, 1923) Regie: Jean Epstein“ weiterlesen

Häxan (Schweden, 1922) Regie: Benjamin Christensen

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Vorher:

In der nordeuropäischen Filmgeschichte der 1920er wimmelt es ja nur so vor düsteren Gestalten. Nach einem deutschen Lehmmonster und schwedischen Untoten gibt es jetzt ein Stückchen Hexenkunde. Der Däne Benjamin Christensen berichtet, halb dokumentarisch, halb fiktiv in sieben Kapiteln die Geschichte der Hexerei und der Hexenverfolgung. Ich bin gespannt, ob ich einerseits einiges lerne und andererseits auch in angenehmes Fürchten versetzt werde. Das Titelbild der Films gruselt mich jedenfalls schon, seit ich es das erste Mal gesehen habe. Eine monsterartige Teufelsmaske, die mich an meinen Lieblingshorrorfilm der modernen Zeit erinnert: Rosemarys Baby.

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Der Fuhrmann des Todes (Schweden, 1921) Regie: Victor Sjöström

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Vorher:
Ich tauche immer mehr ein in die Untiefen des expressionistischen Films. Der Titel verspricht ja schon einiges. Ich gucke nun erneut einen Film von Victor Sjöström, mit dem ich in die isländische Natur geflüchtet war in „Berg Ejvind und seine Frau“. Jetzt erwartet mich eine Verfilmung eines Selma Lagerlöf Stoffes und Ingmar Bergmanns Lieblingsfilm. Hurra! Der Sommer kann kommen.
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Der Golem, wie er in die Welt kam (Deutschland, 1920) Regie: Paul Wegener, Carl Boese

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Vorher:
Angekommen in den 1920ern. Juchu! Ich reise wieder nach Prag und treffe Paul Wegener, der mir als Student bei meinem Auftaktfilm begegnet ist. Diesmal geht es um die Golem Sage, die mir nur aus einer Halloween Simpsons Folge geläufig ist. Ein Monster aus Lehm erledigt Auftragsmorde, oder? Mehr weiß ichüber die Sage nicht. Aber es scheint gruselig, deutsch, düster und expressionistisch zu werden. Mehrere Gründe sich auf das nächste Stummfilmerlebnis zu freuen. „Der Golem, wie er in die Welt kam (Deutschland, 1920) Regie: Paul Wegener, Carl Boese“ weiterlesen

Die Puppe (Deutschland, 1919) Regie: Ernst Lubitsch

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Vorher:
Ernst Lubitsch, ich komme. ETA Hoffmann, ich komme. Der Titel „Die Puppe“ verspricht ja einiges. Stummfilmstar Ossi Oswalda (was für ein Name) haucht der Puppe ihr Leben ein. Ansonsten ist die Puppe eine Wundertüte für mich und ich bin sehr gespannt, was mich erwartet. Ich drücke auf Start und lass die Puppe tanzen. „Die Puppe (Deutschland, 1919) Regie: Ernst Lubitsch“ weiterlesen

Berg- Ejvind und sein Weib (Schweden, 1918) Regie: Victor Sjöström

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Vorher:

Auf geht’s nach Schweden und gleich in die Berge. Oder? Ich erwarte ein Naturspektakel. Der Titel klingt auf jeden Fall so. Aber ich lasse mich ja gern überraschen. Victor Sjöström soll jedenfalls ein ganz Großer sein und sein Zirkus- Masochismus Drama „He who gets slapped“ hat mir gut gefallen.

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Easy Street/ The Immigrant (USA, 1917) Regie: Charles Chaplin

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Vorher:
Jetzt wird es leichter und kürzer. Nach einigen bedeutungsvollen Monumentalbomben vergnüge ich mich heute mit Charlie Chaplin. Weniger bedeutungsvoll muss es deshalb aber nicht werden. Charlie Chaplin und sein Humor sind so toll und wichtig. Mir haben jedenfalls bisher alle drei Filme, die ich von ihm gesehen habe, ausnahmslos gut gefallen. Gar nicht angestaubt und altmodisch albern, sondern frisch und befreiend liebevoll und komisch. Ich sehe zwei frühe Kurzfilme von ihm. „Easy street“ und „The Immigrant“. Was Chaplin da so erlebt, erzähle ich euch dann in einer Stunde. „Easy Street/ The Immigrant (USA, 1917) Regie: Charles Chaplin“ weiterlesen

Intolerance (USA, 1916) Regie: David Wark Griffith

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Vorher:
Die Filme werden immer länger. Jetzt bin ich schon bei 197 Minuten angekommen. Es gibt heute erneut David Wark Griffith. Er war halt der großartige Visionär der frühen Kinojahre. Da muss ich einfach diese beiden Filme sehen. „Intolerance“ ist aber nicht rassistisch und gilt als Gegenpol zu seinem Vorgänger „Birth of nation“, der mir doch ziemlich sauer aufgestoßen ist. Jetzt möchte ich Milch mit Honig. Mit dabei ist wieder die großartige Lillian Gish, deren Erscheinen in „Birth of a nation“ mich ein wenig beruhigt hatte. Es wird noch epischer und historischer. „Intolerance (USA, 1916) Regie: David Wark Griffith“ weiterlesen

Birth of a nation (USA, 1915) Regie: David Wark Griffith

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Vorher:
Jahr 3 und schon kommt der erste Skandalfilm. „Birth of nation“ wird einerseits als ein großartiges, frühes und innovatives Filmmeisterwerk hochgelobt, ist aber auf der anderen Seite übelst rassistisch und hat schon bei der Veröffentlichung für große Kontroversen gesorgt. Verbote überall, einreitende Klansman in Los Angeles zu Werbezwecken, Auslösung einer Klu Klux Klan Renaissance. DW Griffith hat die Vorwürfe wohl nie so ganz verstanden und ein Jahr später mit seinem Film „Intolerance“ darauf geantwortet, den ich mir auch anschauen werde. Dazu also in der nächsten Filmbesprechung mehr. Mit einem leicht mulmigen Gefühl guckte ich mir nun das Bürgerkriegs und Reconstruction Epos an. Drei Stunden wird es mich in Atem halten. Vorher gebe ich mir und euch noch Roger Eberts Worte zu „Birth of a nation“ mit, die sich für mich gut anhören zum im Hinterkopf haben: „The Birth of a Nation ist kein schlechter Film, weil er eine böse Sache vertritt. Wie Leni Riefenstahls Triumph des Willens ist er ein großer Film, der eine böse Sache vertritt. Zu verstehen, wie er das tut, heißt viel über Film zu lernen und sogar etwas über das Böse selber.“ „Birth of a nation (USA, 1915) Regie: David Wark Griffith“ weiterlesen

Cabiria (Italien, 1914) Regie: Giovanni Pastrone

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Vorher:
Das Jahr 1914 entführt mich ins römische Reich 300 Jahre vor Christus. „Cabiria“ von Giovanni Pastrone ist ein früher Historienfilm und gilt als Inspiration für DW Griffith „Intolerance“ von 1916, den ich, ihr ahnt es, auch gucken werde. Das wird also ein bildgewaltiges Double Feature. Ich erwarte beeindruckende Bauten, tolle Kostüme und Menschenmassenszenen. Ob es die in diesem frühen Sandalenfilm bereits gibt? Ich kenne ja nur die Filme aus den 50ern oder die neuen Historienfilme seit „Gladiator“. Ich bin gespannt, was mich erwartet. Den Film gibt es in verschiedenen Versionen und mir liegt er hier in der 125 Minuten DVD Fassung mit englischen Zwischentiteln vor. Also nicht wundern, wenn die Zitate auf Englisch sind. „Cabiria (Italien, 1914) Regie: Giovanni Pastrone“ weiterlesen