Running Man (USA, 1987) Regie: Paul Michael Glaser

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Vorher:
„I’ll be back.“, sagt Arnold Schwarzenegger gerne mal und ich nach langem Landgang der Wilden 13 auch. Für den Endspurt der 80er habe ich mir den „Running Man“ ausgesucht. Ein Science Fiction Film mit Arnie zwischen Terminator 1 und 2. Das sind ja Filme, die auch mich als Action Muffel durchaus begeistern.

Die Info, dass die Vorlage von Stephen Kings Alter Ego Richard Bachmann stammt, gibt mir nun auch einen Schub, mit dem Running Man mit keuchendem Atem, klopfendem Herzen und Spaß mit zu rennen. Worum geht es eigentlich genau? Eine fiese Menschenjagd. Die US Version des tollen „Millionenspiels“ von 1970, oder? Ich binde mir schnell die Schnürsenkel ein letztes Mal und der Startschuss erklingt…
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Mittendrin:
Arnie rennt gleich los im goldenen Anzug von Adidas. Das ist eine sehr von den 80ern geprägte Zukunftsvision, die von der Jetztzeit nur zwei Jahre entfernt ist. Witzig! Ich finde das alles aber durchaus fesselnd, flott inszeniert und spannend. Und ich mag auch Arnie, den ich das erste Mal im O- Ton höre. Äkschn!

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Hinterher:
„I’ll be back.“ Ha! Auch in diesem Film sagt Arnie seinen berühmten Satz, als er als Futter für die Zuschauer in die tödliche Arena einer TV Show gejagt wird.

„Running Man“ schickt mich ins Jahr 2017 in eine (aus heutiger Sicht ja schon sehr nahe) Zukunft, in der die Ressourcen der Erde aufgebraucht sind und die Menschen in einem totalitären Staat mit irren TV Shows bei Laune gehalten werden.
Wie böse die Welt ist, erlebt unser Held Arnie, äh Ben Richards, der als Polizist in einem Hubschraubereinsatz die Erschießung von hungrigen Zivilisten verweigert. Sein Einsatz wird von den Medien jedoch so geschnitten, dass er als Täter dasteht und als der „Schlächter“ über ein Strafgefangenlager und einen versuchten Ausbruch schließlich in der sadistischen Fernsehshow „The Running Man“ landet. In einem Erdbebenareal bei Los Angeles muss er gegen verschiedene Gegner in schrillen Kostümen um sein Leben kämpfen und, ihr könnt es euch denken, Arnie kämpft wie keiner es sonst könnte…
Ihm gegenüber steht der glatte und diabolische Moderator der Show mit dem großartigen Namen Damon Killian, der für die schrille Lügenwelt des Fernsehens steht und der das ekelige, geifernde Publikum bis zur Hassekstase anstachelt.

„Running Man“ ist ein buntes Knallbonbon von einer Dystopie. So als hätte jemand „Blade Runner“, „1984“ und „Brazil“ in eine 80er Jahre Plastiktüte gesteckt und mit viel Action, Arnie und abgefahrenen Kostümen vermengt. Der Film schwankt zwischen brutalem Actionfilm, humoriger Medienposse und Auftritten des in silbernem Spandex agierenden Showballetts.
Das hört sich jetzt an, als wäre der Film für mich eine nicht ernstzunehmende Actionalberei, die das Thema verhöhnt oder verharmlost, oder? Das fand ich eigentlich nicht. „Running Man“ kann man vielleicht mit Satz „Da hätte man aber mehr draus machen können.“ kritisieren, aber ich habe mich auf das eingelassen, was der Film mir gegeben hat und hatte eine gute, spannende und manchmal auch spaßige Zeit im schrill kostümierten Arnie -Wonderland.

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6 Kommentare zu „Running Man (USA, 1987) Regie: Paul Michael Glaser

  1. Müsste mir en auch mal wieder angucken. Damals fand ich den schon ziemlich cool. Aber ob der heute noch so gut funktioniert, wage ich mal zu bezweifeln. Vor allem die Kostüme waren ja schon irgendwie lächerlich.

      1. Ja, so waren die 80er. Da hatte man noch eigenartige Zukunftsvorstellungen. Das 2015 aus ZIDZ ist ja auch eher … ich sag mal: Bunt. Trotzdem waren die 80er das vielleicht beste Filmjahrzehnt, finde ich.

      2. Ja, die 70er waren auch stark. Eigentlich ging erst in den 90ern langsam alles den Bach runter, als dann nach und nach diese höher, schneller, weiter Einstellung im Filmgeschäft ankam. Extrem manifestiert hat die sich dann halt im neuen Jahrtausend. Es fällt mir auch immer wieder auf, wie viele Filme ich selber aus 70/80 habe, im Vergleich zu 2000er-Streifen. Ich schiebe das eindeutig auf falsche Entwicklungen im Filmgeschäft. Kann aber natürlich auch einfach Nostalgie sein.

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