Clue (USA, 1985) Regie: Jonathan Lynn

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Vorher:
Das wird ein Spaß! Ich gebe meiner Schwäche für Whodunnits und Spiele nach und gucke mir einen Film zum Spiel an. Kennt ihr alle noch „Cluedo“? Colonel Weiß wurde in der Bibliothek mit dem Kerzenständer erschlagen. Oder?
Ich bin nun gespannt, wie das Ganze als Filmspaß verarbeitet wurde. Ich muss ganz stark an meinen Liebling „Eine Leiche zum Dessert“ denken, der für mich jedes Mal eine Wonne ist. Ich begebe mich in den Detektivmodus und lege als Herculika Marple los. Noch habe ich keinen Clue, wie es wird.

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Mittendrin:
Es ist natürlich ein totales Chaos. Und ich finde es super. Alle Spielfiguren sind versammelt, alle Tatwaffen sind vor Ort und alle rennen im Schloss mit den ganzen Zimmern hin und her. Noch 35 Minuten bis die Polizei kommt und ich habe keinen blassen Schimmer. Oder halte ich mit meinen kleinen grauen Zellen nur hinterm Berg, um euch alle in Sicherheit zu wiegen? Wartet es ab!

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Hinterher:
Ich möchte bitte sofort eine Freundesclique haben, die sich mit mir einmal im Jahr trifft und diesen Film guckt, nachspielt und mit viel Alkohol begießt. Dass dieser große Spaß in Deutschland fast unbekannt ist, finde ich unbegreiflich. Ich habe mich wirklich köstlich amüsiert bei dieser Whodunnitklischeeklamotte.

„Clue“ ist tatsächlich eine Verfilmung des Krimibrettspiels „Cludeo“, in dem alle Elemente, die beim Spielspaß auschlaggebend sind, auftauchen. Die Personen wie Oberst Gatow (Mustard) oder Frau Weiß (White), die Tatwaffen wie das Heizungsrohr oder der Kerzenständer und die Tatorte wie das Billardzimmer oder der Salon- alles findet seine Erwähnung.
Um dieses Grundgerüst herum wird eine natürlich abstruse Geschichte gesponnen, die im Lauf des Films immer verworrener wird und der sich immer mehr Leichen in den Weg legen. Gekrönt wird das Ganze durch den Schluss- ach, was sag ich- die Schlüsse. Denn dem Zuschauer werden drei (natürlich total plausible) Enden präsentiert, so dass die Verwirrung perfekt ist und die „kleinen grauen Zellen“ Tango tanzen.

Ist der Film überhaupt ernst zu nehmen? Ich finde schon, denn neben der Klischeekrimihandlung, dem teilweise slapstickartigen Humor und der irrwitzigen Wortspielereien versammelt „Clue“ eine ganze Reihe vorzüglicher Darsteller, die die Kultfilmherzen höher schlagen lassen. Tim Curry alias Frank  N. Furter, Christopher Lloyd alias Doc Brown und Madeleine Kahn alias Eunice Burns aus „What’s up, Doc?“.  Alle sind sich nicht zu schade, wie irre durch das einsame Haus zu rennen und dem Mörder und im Zweifelsfall sich selbst hinterher zu rasen.

„Clue“ ist ein Film, der mir so viel Spaß bereitet hat, wie schon lange nichts mehr.
Den schaut ihr euch bitte unbedingt an, wenn ihr auch nur ein wenig Spielfreude oder Krimilust in euch habt. Sei es mit Freunden, mit Alkohol oder nur mit Mrs. Peacocks Dolch in der Hand.
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2 Kommentare zu „Clue (USA, 1985) Regie: Jonathan Lynn

  1. Der steht auch schon lange auf meiner Liste. Auch weil ich Murder by Death absolut großartig finde. Leider ist an das Teil eher schwer ranzukommen hierzulande, bzw. ist mir die DVD einfach zu teuer.

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