Murder on the Orient Express (England, 1974) Regie: Sidney Lumet

Murder On The Orient Express[1]
Vorher:
Heute begebe ich mich auf eine mehrfache Zeitreise. Ins Jahr 1974, ins Jahr 1935 und ins Jahr 1992. Entstehung des Films, Spielzeit des Films und das Jahr als ich das erste Mal diesen Lieblingsfilm von mir sah. Also heute wieder keine Erstsichtung, sondern ein wunderbares Wiedersehen. Ich führe das einfach als Kategorie ein. Nostalgie Nostalgie!

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie aufgeregt ich war, als ich als Agatha Christie lesende Hobbydetektivin von der TV Ausstrahlung erfuhr. Der Film wurde ganz spät gezeigt und ich durfte ihn live im Fernsehen sehen. Welche Freude hatte ich dann mit diesem nostalgischen, starbesetzten Whodunnit, den ich bis heute sehr schätze und immer wieder gerne sehe. Heute gibt es ihn für mich das erste Mal auf Englisch! Los geht die Fahrt im Orient Express.

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Mittendrin:
Hahahaha, Albert Finneys französischer Fake Akzent ist ja super. Er macht die Figur Poirot noch skurriler und fehl am Platze in dem Todeszug. Den Film jetzt endlich mal im authentischen Ton zu genießen ist klasse. Auch wenn ich leider nicht vergessen habe, wer es war….

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Hinterher:
Da rollt er wieder, der Orientexpress. Hinter mir, Poirot und den Gästen des Schlafwagens nach Calais liegen zwei aufregende, unterhaltsame und intensive Stunden. Eine bunte und internationale Schar an Menschen hat sich dort rund um eine Leiche geschart und Poirots kleine graue Zellen sausten in dem engen Wagen hin und her. Und meine auch.

Durch Zufall steigt Poirot in Instanbul in den legandären Orientexpress ein, weil ein Fall ihn nach London ruft. Überraschenderweise ist der Zug ausgebucht und Poirot bereitet es Vergnügen die internationalen Gäste zu beobachten, die alle sozialen Schichten, Länder und Eigenschaften abdecken. Als in der zweiten Nacht der Zug nicht nur in einer Schneewehe steckenbleibt, sondern ein grausamer Mord passiert, ist klar: Wir sind mitten in einem kammerspielartigen Whodunnit.

Mir hat es wieder große Freude bereitet in den Orientexpress einzusteigen and it was a pleasure in englisch. Albert Finney hat Hercule Poirot mit seinem französischen Pseudoakzent noch arroganter und absurder gemacht und der ganze Film hat durch das Sprachenwirrwarr für mich eine weitere Prise Skurrilität und Witz reingebracht.
So war es nun für mich ein neues Erlebnis und doch wieder ein Nachhausekommen und ein Wiedersehen mit großen Stars wie Lauren Bacall, Ingrid Berman (die mir jetzt beide besonders gut gefallen haben), Sean Connery, Michael York, Jaqueline Bisset, Vanessa Redgrave und und und.

„Murder on the Orient Express“ ist einfach ein großartiger Unterhaltungsfilm, der viel enthält was mir gut gefällt: die große Garde Hollywoods, ein angenehmes Krimigruseln, eine tolle Ausstattung und eine gute Portion Selbstironie, Witz und Augenzwinkern.
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