The Sound of Music (USA, 1965) Regie: Robert Wise

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Vorher:
Julie Andrews in „Mary Poppins“- toll. Julie Andrews in „Victor/ Victoria”- toll. Julie Andrews in “The Sound of Music”- natürlich ebenfalls toll, oder? Heute begegne ich der Musical Göttin, die ich sehr liebe, in dem Kitsch- Oscar Meisterwerk, das mich nun 3 Stunden verzaubern, besingen und begeistern wird.
Gleichzeitig habe ich aber auch etwas Angst, dass ich den Film ganz furchtbar finden werde. Es kann also alles passieren. Eine hocherfreut mitsingende, den Rock schwingende Annika, oder eine muffelige Stinkika, die die Zuckerwatte genervt wegpustet und sachlich feststellt: in dem Jahr hätte ich den Oscar aber an „Dr. Schiwago“ vergeben. Ihr setzt euer Geld auf die erste Variante oder? Ich auch!

 
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Mittendrin:
Der Rock schwingt. Bis nach Salzburg und zurück. Wir haben es alle geahnt. Große Liebe bisher und schon diverse Male hatte ich Tränen in den Augen. Und ich habe Gejodel und einen Song über Edelweiß gehört, ohne mich Übergeben zu müssen.
Im Gegenteil: ich möchte in einem Spielkleid aus einer Gardine mit Julie über die Hügel toben, mit ihr singen und tanzen und in Bäumen hocken. In Christopher Plummer habe ich mich auch schon ein wenig verliebt.

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Hinterher:
Ich habe es geschafft. Nein, nicht diesen Film zu ertragen, sondern die deutschen Heimatfilme, den Sissi Kitsch und die immer noch erfolgreich durch die deutsche TV Landschaft schwimmende Volksmusik auszublenden, um mich völlig ironiefrei diesem tollen Film hinzugeben.
Es gab Orgelpfeiffenkinder im Partnerlook, es gab einen strahlenden Christopher Plummer, der vom Edelweiß singt, es gab ein Marionettentheater mit Gejodel und es gab satte Wiesen über die Julie Andrews aus purer Lebensfreude läuft und laut singt. „The hills are alive with the sound of music.“
Hört sich übelerregend kitschig und weltfremd an, aber ich war schlichtweg nicht in der Lage mich dem Zauber zu entziehen. Diesen Zynismus habe ich nicht in mir und ich hatte das Gefühl, dass „The Sound of Music“ mein lebensfrohes Ich umarmt hat. Schon nach der ersten Szene mit Julie war mir klar: Ich werde diesen Film lieben.

Worum geht es eigentlich? Ich sollte das lieber nicht erzählen, weil der Plot so glatt ist wie ein Kinderpopo und eher abschreckt. Aber gut, ganz kurz: lebenslustige und etwas tollpatschige Novizin heuert als Kindermädchen bei einem strengen, aber unglaublich gutaussehenden Baron und Witwer mit sieben Kindern an. Sie erobert alle Herzen. Mit Musik und Lebensfreude. Punkt. Mehr muss man nicht wissen. Am Ende wird es noch mal richtig spannend und der Film endet an dem Ort, wo er beginnt: in den Bergen.

Ich finde „The Sound of Music“ ist großes und großartiges Unterhaltungskino. Hinreißende Darsteller (Christopher Plummer als Baron von Trapp hat mich sehr begeistert und kann gut neben Julie bestehen), geniale Bilder, Röcke schwingende Mitsingmusik und Liebe, Lebensfreude und Spaß.
Ein Film wie ein Kindergeburtstag: Am Ende des Tages hat man vielleicht einen Zuckerschock, aber man hatte eben auch eine verdammt gute Zeit. Wenn ich in vier Monaten (3)7 werde, soll Julie Andrews kommen und mir mit „Do- Re- Mi- Fa- So- La- Ti“ das Singen beibringen. Kommt ihr auch alle?

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2 Kommentare zu „The Sound of Music (USA, 1965) Regie: Robert Wise

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