Sherlock Jr. (USA, 1924) Regie: Buster Keaton

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Vorher:
Nach 45 Jahren Filmgeschichtsreise habe ich gestern festgestellt, dass Buster Keatons „The General“ mich bisher am meisten begeistert hat. Das nehme ich zum Anlass einen weiteren Film von ihm kennenzulernen. „Sherlock Jr.“
Da ich auch Krimi und Sherlock Holmes Fan bin, wird das jetzt ein Heidenspaß für mich. Ich freue mich so den tollen Buster wieder in Aktion zu erleben. Also ganz schnell: Film ab. Endlich geht es mal wieder in die Stummfilmzeit.

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Mittendrin:
Ich kann einfach nur lächeln! So toll. Ein Film für Träumer und Filmfans. Wunderbar ist es bisher. Ich bin wieder verzaubert. Aber wo ist bloß meine Uhr hin?

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Hinterher:
Und meine Perlenkette war auch weg. Zum Glück hat sich Buster ordentlich ins Zeug gelegt, um alles in Ordnung zu bringen. Mit Lupe, hinreißendem Humor und dem großen Traum ein rafinierter Detektiv zu sein, hat er mir die wohl schönsten Filmminuten meines Lebens bereitet. Große Worte, ich weiß. Aber dieser Film hat mich so glücklich gemacht, dass ich einfach nicht anders kann als herumzuschwärmen.

Buster Keaton mimt einen träumerischen Kinovorführer, der seine Angebetete beeindrucken will und ordentlich in die Bredouillle gerät. Zum Glück gibt es ja die Traumwelt, in der er ein großer Detektiv ist. Alle Sorgen sind vergessen und alles ist möglich. Und Buster Keaton macht in diesem fast 90 Jahre alten Film alles möglich. Der Film sprudelt nur so über voller Ideen, Tricks, irrwitzigen Stunts und perfektem Timing.
Mitten im Sturm der sich überschlagenden Ereignisse steht, fällt, fährt und ermittelt Buster Keaton mit stoischer Mine und seiner Zurückhaltung, die das ganze gerade so großartig machen. Ich finde den Mann einfach toll.
So zurückgenommen sein Spiel und seine Rolle des ziemlich verträumten Normalos sind, umso mehr wird seine Genialität in der Machart des Films deutlich. Ich bin kaum zum Atmen gekommen, so viel ist passiert. Es war spannend, temporeich, phantasievoll, albern und vor allem: warmherzig.
Ich habe die 45 Minuten aus vollster Seele gelächelt und dieser Zustand wurde nur lautes Lachen unterbrochen. „Sherlock Jr.“ hat mich in die Kindheit des Kinos entführt und ich wurde wieder zu einem Kind, das all seine Gefühle einfach in die Welt hinauslacht.
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2 Kommentare zu „Sherlock Jr. (USA, 1924) Regie: Buster Keaton

  1. Hei – habe gerade Deinen tollen Blog entdeckt und freue mich, dass auch Du Dich (wie ich) den Stummfilmen widmest. Über den hier besprochenen Film habe ich gerade vor Kurzem auch geschrieben – ich war ebenso begeistert wie Du!
    Und so habe ich Dich straks auf meine Blogroll gesetzt. Würde mich über einen Besuch von Dir bei mir „drüben“ freuen.
    Weiter so – und schöne Grüsse,
    Michael

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