Maniac (USA, 1980) Regie: William Lustig

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Vorher:
Ein verrückter Serienkiller in New York. „Maniac“ ist ein Klassiker des Genres und ich sehe ihn in einer leicht gekürzten Version, wie ich glaube. Ich hoffe, dass er mir dennoch die Haare im Nacken zu Berge stehen lässt.

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Mittendrin:
Ein sehr atmosphärisches Psychogramm eines erbärmlichen, hechelnden und traurigen Mörders sehe ich hier. Ich fühle mich an „Taxi Driver“ erinnert. Also mir gefällt es bisher und ich bin angenehm in Spannung versetzt, auch mit den geschnittenen Slasherszenen.

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Hinterher:
Huuuuh. Ich höre den Killer immer noch hinter mir stöhnen. Das war ja wohl die beste Serienkillerbesetzung aller Zeiten oder? Was für ein trauriger, gruseliger und Angst einflößender Mann. Und die Geräusche, die er gemacht hat- die geistern mir sicherlich noch lange im Gehirn herum. Anthony Hopkins mit seinem „Fava Bohnen- Chianti“ Gezischel kann einpacken.

„Maniac“ hat mich sehr gefesselt. Ein sehr dichter und kompakter Thriller, der wunderbar bzw.  furchteinflößend den Untergang eines Individuums in der Großstadt porträtiert.
Der einsame Psychopath und von Mutterkomplexen (wie so oft) geplagte Frank zieht durch die düsteren Straßen New Yorks und tötet. Paare, Prostituierte, Krankenschwestern oder Models- sein Wahnsinn ist groß und wahllos.
Da ich den Film in einer Schnittfassung gesehen habe, kann ich über die Slasherqualitäten des Films wenig sagen. Die Mordszenen waren alle sehr spannungsgeladen aufgebaut, aber durch den braven Schnitt wurde ich dann doch wieder rausgerissen.
Dieses Manko wurde allerdings ein wenig durch die Szenen in Franks Zimmerchen ausgeglichen. Seine Dekoration des Wahnsinns bestehend aus einem Mutteraltar, Kerzen, einer bedrückenden violetten Wandfarbe und grauenderregenden Schaufensterpuppen inclusive Tophäen seiner Opfer- ich werde durch viele fröhliche Möbelhäuser spazieren müssen, um das aus dem Kopf zu bekommen.
„Maniac“ ist ein sehr stimmiger Serienmörderthriller, der vor allem durch Joe Spinellis großartige Darstellung des verrückten Frank geglänzt hat.

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4 Kommentare zu „Maniac (USA, 1980) Regie: William Lustig

  1. Oh ja, ich habe Maniac vor Ewigkeiten gesehen aber die Leistung von Joe Spinell hat sich mir ins Hirn gebrannt! Ich glaube nach der U-Bahn-Sequenz waren meine Fingernägel auch ein ganzes Stück kürzer 😀 Sollte den wohl mal wieder einlegen!

  2. Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich das Original mal komplett gesehen habe, aber was du schreibt, macht Lust, das bald mal nachzuholen. Ich hatte neulich aber das Vergnügen, Khalfouns Remake zu sehen, das mir auch gut gefallen hat. Elijah Wood ist jedenfalls ein verdammt gut Frank-Zito-Darsteller..

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