Cat People (USA, 1942) Regie: Jaques Tourneur

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Vorher:
„See these eyes so green….“ Heute gibt es einen Schauerklassiker, auf den ich mich schon lange freue. Ich habe das 80er Jahre Remake mit Nastassja Kinski mal halb gesehen und liebe den Titelsong von David Bowie. Ich meine mich zu erinnern, dass das Remake doch sehr erotisch aufgeladen und ziemlich von der 80er Hochglanzoptik bestimmt war. Vom Original erwarte ich mir subtilere Erotik und vor allem schönen Schwarzweiß Grusel mit tollen Licht und Schatten Effekten.

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Mittendrin:
„So wie der Nebel in den Tälern liegenbleibt, so setzt sich Sünde aus uralter Zeit in den Niederungen, in den Vertiefungen des Weltbewußtseins fest.“ (Die Anatomie des Atavismus, Dr. Louis Judd)

„Vielleicht werden sie mein erster richtiger Freund.“

„Die Dunkelheit ist schön, sie ist mir vertraut.“

„Katzen können mich einfach nicht leiden.“

„Du bist so normal, dass du mich heiraten wirst.“

„Ich muss das Gefühl überwinden, dass etwas Böses in mir ist.“

„Ich kenne sie eigentlich gar nicht.“

„Nein, bitte nicht. Rühr mich nicht an.“

„Im Namen des Herrn: lass uns in Frieden.“

„Durch die schwarze Sünde wurde meine Welt zu beiden Teilen ausgeliefert einer ewigen Nacht. Und beide Teile müssen sterben.“ (Heilige Sonnette V.- John Donne)

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Hinterher:
Eine bildhübsche Frau steht in einem Park an einem Panthergehege und zeichnet manisch das Raubtier. Mit diesem Bild fängt der elegante Gruselfilm „Cat people“ an. Ich habe genau das bekommen, was ich erwartet und erhofft hatte. Einen subtilen Tiergrusel in dem vieles im Schatten bleibt und dem Kopf und der Phantasie überlassen wird. So geheimnisvoll wie Katzen es selbst sind, ist Jaques Tourneurs Film.
Die Zeichnerin im Park ist Serbin Irena, die dort den Ingenieur Oliver verzaubert, so dass die beiden sich schnell kennenlernen, verlieben und heiraten. Ihre zurückhaltende Art und ihre skurrilen Geschichte aus ihrer Heimat, über Menschen die sich bei Erregung in Raubkatzen verwandeln, findet Oliver zunächst anziehend und harmlos. Blöd nur, dass Irena sich selbst für einen Katzenmenschen hält und so jegliche körperliche Annäherung ablehnt. Das strapaziert Olivers Geduld und er sucht Rat und mehr bei seiner sehr zugetanen Kollegin.
Sollte man jedoch ein geheimnisvolles Mischwesen, dass sich in ein reißendes Tier verwandeln kann eifersüchtig machen? Uns allen ist klar: lieber nicht.
„Cat people“ gibt keine Antworten, was da alles genau passiert und wie und warum es passiert. Aber sind Fragen nicht spannender als Antworten? Ist das Dunkel nicht spannender als der Tag? Und sind Katzen nicht faszinierender als Menschen? Begebt euch 70 Minuten lang in das Reich der Schatten, vagen Andeutungen und der schönen Irena (wunderbar gespielt von Simone Simon). Es ist eine Traumwelt, die sanften Grusel und angenehme Verwirrung bei mir ausgelöst hat. Ein Film zum Schnurren!

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