The 39 steps (England, 1935) Regie: Alfred Hitchcock

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Vorher:
Heute wartet einer meiner ältesten Lieblingsregisseure auf mich. Alfred Hitchcock mit einem frühen Film aus der Zeit in England. Seine britischen Filme sind bisher Neuland für mich und ich bin gespannt, ob Hitchcock hier schon seine Großartigkeit der Klassiker zeigt. Ich habe nicht den blassesten Schimmer, worum es in „Die 39 Stufen“ geht. Aber irgendwie ist es auch egal, solange Hitchcocks Eleganz, Suspense und Kurzauftritt drin sind.

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Mittendrin:
„How old is Mae West?”

“I suppose you name isn’t really Smith.”

“Have you ever heard of the 39 steps?” “No, what’s that? A Pub ?”

“It is only a matter of days, perhaps hours, before the secret is out of the country.”

“There are 20 million women in this island and I get to be chained to you.”

“What are the 39 steps?”

“I’m glad it’s off my mind. At last .”

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Hinterher:
Der frühe, britische Hitchcock begrüßt mich mit einem Knall und ich antworte mit einem Jubler. Ohne jegliche Vorgeschichte legt Hitchcock in einem übervollen Theater los, lässt mich auf seinen Helden Mr. Hannay treffen und weder er noch ich wissen so richtig, was da alles passiert in den nächsten 86 Minuten.
Nachdem ich nach 6 Minuten die Pflicht, Hitchcocks Cameo zu entdecken, erledigt habe (der Jubler), kann ich mich voll auf die aberwitzige Handlung dieses eleganten, amüsanten und spannenden Thrillers konzentrieren.
Im Theater gibt es einen Knall, alle stürmen raus und der elegante Kanadier Richard Hannay nimmt im Gerangel der Situation eine geheimnisvolle Frau mit nach Hause. Sie scheint eine sehr blühende Fantasie zu haben, redet wirres Zeug  von Geheimnissen, Spionage und den 39 Stufen. Hannay ist leicht amüsiert, ändert seine Meinung jedoch, als am nächsten Morgen die Dame tot ist und er plötzlich als Mörder im ganzen Land gesucht wird.

Eine wunderbar absurde Odyssee beginnt nun, in der Hannay vor der Polizei flüchten muss und versucht das Geheimnis der 39 Stufen zu lüften. Es gibt eine aufregende Zugfahrt, Schafe in den schottischen Highlands, eine widerspenstige Schöne, einen fehlenden Finger, eine Bibel, die Leben rettet und mittendrin einen nonchalanten und redegewandten Robert Donat als Hannay, der die Abenteuer so meistert, als wären sie ein Spaziergang im Park.
Er nimmt damit Cary Grant’s Roger Thornhill in „North by Northwest“ um 24 Jahre vorweg. Toll! Ich hätte nicht gedacht, dass Hitchcock bereits in den 30ern seinen Stil so gefestigt hat.
Es ist alles drin, was das Fan Herz begehrt: Suspense, gute Dialoge, Humor und Hitchcocks legendärer McGuffin, ein völlig sinnfreies Handlungselement, dass einfach die Handlung vorantreibt. „The 39 Steps“ ist eine unbedingte Empfehlung, ob man nun Fan des Regisseurs ist und bisher die amerikanischen Klassiker kennt oder noch nie einen Krimi gesehen hat. Hitchcock ist immer eine gute Idee!

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Ein Kommentar zu „The 39 steps (England, 1935) Regie: Alfred Hitchcock

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