Pacific Rim (USA, 2013) Regie: Guillermo del Toro

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Vorher:
Annika im Action Kino. Eine Neuheit irgendwie. Ich lasse mich auf das Experiment ein und sehe Pacific Rim. In 3D und im O- Ton. Fast alle sind total begeistert und deshalb wage ich mich zwischen die Fronten der Giganten. Seeungeheuer und riesige Roboter. Giullermo del Toro und Ron Perlman (auch wenn man mir verraten hat, dass er nur eine kleine Rolle hat). Ich lass es krachen und es ist alle möglich: totale Euphorie oder schreiendes Entsetzen.

PACIFIC RIM

Mittendrin:
“There are things you can’t fight – acts of God. You see a hurricane coming, you get out of the way. But when you’re in a Jaeger, you can finally fight the hurricane. You can win.”

“Yeah, Gipsy! Kick his ass!”

“One, don’t you ever touch me again. Two, don’t you ever touch me again.”

“Haven’t you heard? It’s the end of the world. Where would you rather die? Here, or in a Jaeger?“

“Today at the edge of our hope, at the end of our time. We have chosen to believe in each other. Today we face the monsters that are at our door, today we are cancelling the apocalypse!”

PACIFIC RIM

Hinterher:
Seit dem Film sind jetzt 9 Stunden vergangen und ich stehe in Gedanken immer noch im Kopf eines riesigen Roboters, lenke mit wahnsinniger Freude den Giganten und summe dabei den Hauptscore von „Pacific Rim“. Was für eine simple, geniale und irrsinnige Idee. Ich war für 2 Stunden wieder ein begeistertes Kind, das die Phantasieschlachten mit seinen Spielzeugrobotern und Gummimonstern in die Realität umgesetzt sah. Und das, obwohl ich als Kind gar nicht mit Monstern und Robotern gespielt habe! Del Toro hat mir also ein Stück Kindheit geschenkt, das ich bisher nicht mal hatte. Das finde ich schon genial!
Die Story ist so simpel wie egal. Seeungeheuer namens Kaiju drängen aus den Untiefen des Ozeans in die menschliche Welt und wollen sie zerstören. Das geht natürlich nicht und deshalb bauen die Menschen einfach eine Horde riesiger Roboter, die Jaeger, die den Monstern ordentlich eins auf die Mappe geben sollen. Gesteuert werden die Jaeger von einem Pilotenduo, das mit Herz und Hirn verbunden ist.
Und um viel mehr geht es auch eigentlich in diesem Ausflug ins Kinderhirn nicht. In den ersten Minuten wird kurz erklärt was Sachen ist und gut. Wie es der Welt mit der Bedrohung geht und das ganze Drumherum- unnötiger Ballast. Der Film gibt direkt nach der kurzen Einleitung Vollgas und hört auch bis zum ikonischen Schlussbild nicht auf. Ich bin sonst wirklich kein Fan von Materialschlachten, aber hier hat alles für mich gepasst.
Die einfache und geniale Idee des Faustkampfes Roboter vs Monster verliert den Film über nicht an Reiz und die Monster sind auch sehr schön ekelig inszeniert. Die Jaeger sind toll umgesetzt und das Herzstück des Films. Wenn sie zum Kampf ins Meer hinabgelassen werden (auch eines von vielen unvergesslichen Bildern), fiebert man um ihr Wohlergehen ebenso mit, wie um das der Helden in ihren Köpfen.

Und Helden gibt es natürlich einige. Die Belegschaft des Jaeger Hangars vor Hong Kong bietet die klassischen Klischeefiguren. Der strenge Chef des Ganzen mit dem Herz aus Gold, der spitzbübische Held, die schüchterne Heldin, die im Laufe des Films über sich hinauswächst… Es gibt sogar ein freakiges Wissenschaftlerduo, das sich einen durchgeknallten Schlagabtausch liefert. Das sind alles keine tiefen oder neuen Charaktere, aber alle sind durch die Bank super besetzt. Und der gute Ron Perlman hat auch einen sehr lustigen, denkwürdigen und exzentrischen Auftritt.

So aufgedreht und überzogen wie Ron Perlman ist im Prinzip der ganze Film: alles etwas übertrieben, unecht, albern, kindlich und naiv. Und genau das hat „Pacific Rim“ zu einem perfekten Filmerlebnis gemacht. Ich rede mir ein, dass del Toro nicht mit dem Gedanken an sein Riesenbudget gegangen ist: „Wie kann ich hier mit dem einfallslosesten Film nach dem Actionschema FF die meisten Leute ins Kino locken?“ Sondern sich die Hände gerieben und gedacht hat: „So, ich mach das jetzt alles so, wie ich das im Kopf habe und wenn euch das Ergebnis nicht gefällt, dann scheiß ich drauf.“ Klingt etwas naiv? Tja, was soll ich machen, ich bin halt in ein 12- jähriges Kind verwandelt worden.

PS: Ich war doch in einer 2D Vorstellung. Ich fand es gut und war auch so mittendrin im Film.

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