Easy Street/ The Immigrant (USA, 1917) Regie: Charles Chaplin

immigrant

Vorher:
Jetzt wird es leichter und kürzer. Nach einigen bedeutungsvollen Monumentalbomben vergnüge ich mich heute mit Charlie Chaplin. Weniger bedeutungsvoll muss es deshalb aber nicht werden. Charlie Chaplin und sein Humor sind so toll und wichtig. Mir haben jedenfalls bisher alle drei Filme, die ich von ihm gesehen habe, ausnahmslos gut gefallen. Gar nicht angestaubt und altmodisch albern, sondern frisch und befreiend liebevoll und komisch. Ich sehe zwei frühe Kurzfilme von ihm. „Easy street“ und „The Immigrant“. Was Chaplin da so erlebt, erzähle ich euch dann in einer Stunde.

Mittendrin:

Easy street:
„Police returns from easy street“

“Your beat is easy street.”

“You keep out of this.”

„Love backed by force, forgiveness sweet, brings hope and peace to easy street.”

The Immigrant:
“More rolling.”

“Mother lost her money.”

“The arrival in the land of liberty.”

“What’s the trouble waiter?”

“I am an artist.”

“I’ll engage both of you now. Starting tomorrow.”

Hinterher:
Das war wieder ein schöner Ausflug in Chaplins Welt. Charlie ist der Tramp und der Tramp ist ein Polizist und ein US- Einwanderer. In seinem üblichen Gewusel aus turbulenten Slapstick Szenen amüsiert Chaplin in diesen zwei Kurzfilmen aus dem Jahr 1917. 1916/ 1917 hatte Chaplin 12 für Mutual Films gedreht. In „Easy street“ heuert der naive und liebenswerte Tramp als Hilfspolizist an und räumt eher unfreiwillig und mit viel Tohuwabohu in der Verbrechermeile auf. Es geht quer über die Straße, rein durch Türen, raus durch Fenster und runter in Gullideckel. Alles sieht nach zufälligem Chaos aus, ist aber aufs Tollste choreografiert. Nach 20 Minuten ist der Tramp glücklich und ich auch. Weiter geht’s auf die hohe See. In „The Immgrant“ schaukel ich mit dem Tramp Richtung gelobtes Land USA. Auf dem Immigrantenschiff nutzt Chaplin die natürliche Begebenheit des schwankenden Schiffes für seinen Humor. Nervige Mitreise rollen über das Deck und das Essen im Speiseraum wird zum Abenteuer. Der Tramp schafft es aber nebenbei noch eine Frau klarzumachen. Respekt! Endlich in Amerika macht die Armut das alltägliche Leben schwierig. Was tun, wenn das einzige Geldstück im Restaurant plötzlich weg ist und der aggressive Kellner mit der Rechnung winkt? Aber Charlie macht das schon und am Ende ist alles gut. Der Humor, die Pfiffigkeit und die Liebenswürdigkeit siegen. In Chaplins Filmen und vielleicht auch im richtigen Leben. Wenn einem das 50 Minuten Film mitgeben, finde ich das schon viel. Danke Charlie.

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