The sweet hereafter (Kanada, 1997) Regie: Atom Egoyan

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Vorher:
„The sweet hereafter“. Ein Film, den ich vor Jahren mal nur wegen des schönen Titels gekauft und irgendwie nie geschaut habe. Vielleicht hat mich auch der erste Satz der Inhaltsangabe zögern lassen: „Bei einem Busunglück verlieren 14 Kinder ihr Leben.“ Puh. Aber jetzt wage ich es. Sarah Polley spielt mit und die mag ich so. Also los, Annika. Das Leben muss auch mal tragisch sein.

Mittendrin:
„He loved to see his kids in the bus. “

“I know it’s an awful time. It is important that we talk.”

“It should be said, that my task is to represent the walkers only in their anger, not in grief.”

“She loved us both equally then… Just as she hates us both equally now.”

“No matter what I’m asked I’ll tell the truth.” “It’s not going to be easy Nicole.” „I won’t lie.“

„No matter what happens, I’ll take care of you.“

“All the children of my town.”

“You leave us alone, Stephens. You leave the people of this town alone.”

“As you see her, two years later, I wonder if you realize something. I wonder if you understand that all of us – Dolores, me, the children who survived, the children who didn’t – that we’re all citizens of a different town now. A place with its own special rules and its own special laws. A town of people living in the sweet hereafter.”

Hinterher:
Kennt ihr die Sage vom Rattenfänger von Hameln? Wie geht die Geschichte? Ich wusste es nicht mehr genau. Bis sie mir in diesem kanadischen Film wieder erzählt wurde. Die Welt ist schon ein seltsamer Ort, verstörend und schön. So habe ich jedenfalls diesen Film erlebt. Ein ganz ganz trauriger Film, der aber so schön und melancholisch ist, dass ich nun trotzdem froh bin. Ich bin sozusagen im süßen Jenseits. Ein trauriger Anwalt kommt in eine kleine Stadt, die bei einem Busunglück 14 Kinder verloren hat. Es soll eine Sammelklage angestrebt werden, damit wenigstens die Wut über das Unglück irgendeinen Kanal findet. Der Film springt in den Zeiten rund um das Unglück hin und her und blickt so in das Leben der Betroffenen. Mir hat der Film sehr gut gefallen. Die dramatische Handlung wird durch die Landschaftsbilder, die Close ups (z. B. wunderschöne Münder) und durch einen betörenden Soundtrack einerseits unterstützt, aber auch aufgefangen. Wie ein roter Faden zieht sich die Erzählung der Rattenfänger Geschichte durch den ganzen Film. Die wundervolle Sarah Polley liest uns immer wieder daraus vor und verwebt so den Inhalt des Films mit der Sage der Gebrüder Grimm. Wieder einmal, möchte ich euch dieses Filmerlebnis ans Herz legen. Ihr werdet hinterher vielleicht nicht fröhlich „Hurra“ schreien, aber wie ich bereits im „Vorher“ schreibe: das Leben muss auch mal tragisch sein. Und wenn die Tragik so ausserwöhnlich und schön inszeniert wird, nehme ich sie gerne in Kauf.

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