Norma Rae (USA, 1979) Regie: Martin Ritt

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Vorher:
Leute, ich mag Sally Fields einfach nicht. Sie ist die fleischgewordene Mutter, Meryl Streep in langweilig und ich sehe sie immer als Pralinenschachtelphilosophin in „Forrest Gump“ vor mir. Jetzt habe ich vor ein paar Tagen nochmal „Steel Magnolias“ gesehen und fand sie auch nur „geht so“. Da ich -Leute nicht mögen- aber blöd finde, will ich sie mit anderen Augen sehen. Dafür habe ich mir die junge Sally ausgesucht in ihrer Oscar Rolle als „Norma Rae“. Eine alleinerziehende Mutter (wieder eine Mutter), die ihr politisches Herz entdeckt und für ihre Arbeitsrechte kämpft.

Mittendrin:
„You’re underpayed, you’re overworked. They’re shaftin’ you right up to your tonsils. You need me, Sir.”

“What do you think of me, I wonder.” “I think you’re too smart for what’s happening to you.”

“Kiss me. If that’s allright, than everthin’ else will be.”

“Do you like your job?” “I like to keep it.”

“If the situation ever called for a smart, loud, sloppy, hard- workin’ woman, I’d pick you every time, Kid.”

“Reuben, you need yourself a woman.”

“She stood up on the table. She’s a free woman. Maybe you can live with that. Maybe you can’t.”

“What are you gonna do now?” “Live. What else.”

“I also enjoyed very much looking and your shining hair and your shining face.”

Hinterher:
Mann, war das laut. Das Arbeiten in der Textilfabrik macht wirklich keinen Spaß. Das erlebt auch der Zuschauer in jeder Fabrikszene, wenn die Dialoge wegen des Lärms kaum zu verstehen sind. Gut, dass Norma Rae Stunk gemacht hat. Ich muss sagen: Hütchen ab vor Sally Field in diesem Film. Sie ist bei mir jetzt wirklich aus der Pralinenschachtel herausgeklettert. Sie war eine Mischung aus authentisch, strahlend, bockig, lebhaft und clever. Norma Rae war ein sehr netter, bodenständiger Film, der Platz geboten hat für Sally Fields Rolle des Lebens. Mir hat auch ihre charmante Freundschaft zu dem Gewerkschafter Reuben gefallen, der in die Kleinstadt in North Carolina kommt und ihr Leben ordentlich auf den Kopf stellt. Beide haben nicht viel gemeinsam, aber sie raufen sich zusammen und spiegeln die Botschaft des Films wieder: bei allen Unterschieden, ist es wichtig als Einheit (Union, engl. Wort für Gewerkschaft) zusammen zu stehen, um ein Ziel zu erreichen und sein Leben besser zu machen. Für mich persönlich war es, neben den offensichtlichen Themen wie Zivilcourage und politischer Emanzipation, ein Film über Freundschaft. Norma Rae, für dich würde ich auch auf eine Webmaschine steigen und „Union“ fordern.

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