Miller’s Crossing (USA, 1990) Regie: Joel Coen

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Vorher:
Die Coen Brothers: Wie alles begann. Heute schaue ich mir endlich „Miller‘s Crossing“ von 1990 an. Ein früher Film der „Big Lebowski“ und „Fargo“ Macher. Die Besetzungliste liest sich schon mal runter wie Öl. Steve Buscemi, John Turturro, Gabriel Byrne, Albert Finney und Sam Raimi und Frances McDormand in Minirollen. Das kann sehr gut werden. Mich erwartet ein harter Gangsterfilm zur Zeit der Prohibition- auf dem DVD Cover prangt jedenfalls ein „Ab 18“ Button. Huijuijui, ich halte wohl lieber mein Maschinengewehr bereit.

Mittendrin:
„Come on Tommy, I know, I don’t like to think.“ “Yeah. Well, think about whether you should start.”

“You hear about Rug?” “Yeah, RIP.” “They took his hair, Tommy. Jesus, that’s strange, why would they do that? ”

“It’s just a damn mess, that’s all.”

“If I never see him again, it is soon enough.”

“What do I want?” “Me.”

“There’s nothing more foolish, than a man chasin’ his hat.”

“The two of us, we’re about bad enough to deserve each other.”

“It ain’t complicated.”

“Up is down. Black is white.”

“Everyone is so goddamn smart. Well, we’ll go out to Miller’s crossing. And we’ll see who is smart.”

“I’m gonna send you to a deep, dark place. And I’m gonna have fun doin’ it.”

“Look in your heart.” “What heart?”

Hinterher:
So. Ich habe mir den Hut wieder aufgesetzt und gehe nun alleine in Richtung Wald. Und dabei versuche ich, die Handlung von „Millers Crossing“ zu rekonstruieren. Ganz schön verworren alles. Ich habe ja schon viele tolle Filme der Coen Brüder gesehen. Aber ich glaube, hier bahnt sich ein neuer Lieblingsfilm an. Während des Schauens habe ich mehrfach gedacht: Was für ein perfekter Film. Es stimmt einfach alles. Grandiose Darsteller, allen voran Gabriel Byrne als Hauptfigur Tom Reagan, der als cleverer Mann im Hintergrund alle Fäden zieht und dabei nie aus der Rolle des coolen, beherrschten, geheimnisvollen Einzelgängers fällt. Er ist das Herz des Films (auch wenn er behauptet, dass er keins hat). Um ihn scharen sich allerhand schräge und niederträchtige Gangstergestalten, die alle durch die Bank super besetzt sind, z.B. mit dem verstörenden John Turturro und dem genialen Albert Finney. Entschuldigt, wenn ich hier albern rumschwärme. Aber das muss jetzt sein. Was war ansonsten noch toll? Die Ausstattung, die Atmosphäre, die Kameraführung, die Schießereien, das clevere Drehbuch und der Humor der Coen Brüder, der hier nicht dominiert hat, aber das Gangster und Film Noir Ambiente aufgelockert hat. Ach, und Marcia Gay Harden als einzige Frau, die, wie sollte es anders sein, irgendwie die Ursache der ganzen Schießereien und Betrügereien und Fehden ist. It’s all about the woman. Klar, dass es auch ziemlich viel explizite Gewalt gibt, aber ich fand , das war ein stimmiges Element, um dem Film die nötige Härte und Ernsthaftigkeit zu geben. Wenn man einen starken Magen hat und dem Wirrwarr an Betrügereien, falschen Fährten und Plot Twists folgen kann, hat man einen perfekten Film gesehen. Tja, und wenn nicht? Dann eigentlich auch. Ich habe so ungefähr nach 1 ½ Stunden einige Fäden aus den Händen gleiten lassen und mich trotzdem noch wunderbar unterhalten gefühlt und versucht, zumindest meinen Hut nicht zu verlieren. Findet ihr meinen Text verworren? Macht nichts. Der ist eine gute Vorbereitung auf den Film, den ihr sicherlich bald sehen werdet, oder? Wehe, wenn nicht. Dann mache ich einen Anruf und ihr liegt auch bald auf „Miller’s Crossing“.

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