Paranormal Activity (USA 2007) Regie: Oren Peli

Vorher:
So. Zu Beginn meines Horrorherbstes steige ich mal mit einem „modernen“ Klassiker ein, der jetzt schon in die vierte Runde geht, glaube ich. „Paranormal Acitvity“. Ich habe bisher noch gar nicht reingeschaut. Aber alle Filme dieser Art, „Found footage“, Wackelkamera und Low Budget, die ich bisher gesehen habe, haben mir gut gefallen. Sei es

Blair Witch Project, Rec, Cloverfield oder Open Water…Ich bin vielleicht einfach ein Naivchen, das es schafft, sich in solche Filme total reinzusteigern und mitzufiebern. Nicht die schlechteste Eigenschaft, wenn man einen solchen Horrorfilm genießen will. Worum es in „Paranormal Acitivity“ geht, weiß ich nur grob. Pärchen wird beim Schlafen gefilmt und irgendwas schleicht durchs Zimmer, oder? Mehr will ich auch gar nicht wissen. Here we go. Ich hoffe, ich kann nach dem Film jemals wieder schlafen…Mittendrin:
„Sie kommt ins Schlafzimmer.“ „Die ganze Nacht?“

„Und ich will ihnen ganz offen sagen, ich spüre in diesem Haus stimmt was nicht.“

„Gehört es zu deinem schlauen Plan, die Tür zu bewegen?“

„Leg die Kamera weg.“

„Nur das Kind in mir hatte Angst.“

„Ich wird verrückt.“

„Ich will das einfach vergessen, ok?“

„Ich werde nicht weglaufen. Und du auch nicht.“

„Wir brauchen beide einfach etwas mehr Schlaf.“ „Ich brauche eher ein neues Leben.“

Nachher:
Ok, die hätten nach 15 Minuten Film einfach die Kamera auslassen sollen. Und gut wärs gewesen. Aber dann hätte es diesen Film nicht gegeben. Wäre das schade gewesen?
Ja. Ich habe einen mehr als soliden, spannenden Found Footage Film gesehen. Der hat mich schon mitgenommen. Ich habe zwischendurch mal meinen Puls gefühlt und der ging schneller. Wenn man mal die üblichen Probleme bei „die Kamera läuft die ganze Zeit mit“ Filmen außer acht läßt und auch sonst die Unlogik bei Horrorfilmen (Warum schmeissen, die die Kamera nicht weg? Warum laufen die nicht aus dem Haus?)- das war schon ein neuartiges Erlebnis. Die Idee mit der mitlaufenden Nachtkamera mit Zeiteinblendung, der Zeitraffer in diesen Szenen, wenn quasi bis zum nächsten Paranormalen Ereignis vorgespult wurde. Ich habe mich dabei ertappt, dass ich den Atem angehalten habe.
Gut fand ich auch, dass im Prinzip alles im Vagen gelassen wird und es kein albernes Gummi -oder CGI- Monster gibt, das durch den Raum huscht. Oder eine Erklärung, was der Damön überhaupt will. Ist ja auch scheißegal, wenn man sich ordentlich gruseln will.
Ich habe mich jedenfalls angenehm unangenehm gefühlt, wie sich das für einen solchen Film gehört. Das Ende fand ich dann etwas over the top, aber eigentlich gut konsequent und angenehm shocking.
Wer allerdings keine Lust hat, einem amerikanischen Pärchen beim Streiten zuzusehen, der sollte die Finger von dem Film lassen. Es war schon das klassische Durchschnittspaar: sie ist gefühlsbetont und er Rationalist, der sich wie ein Arschloch verhält und den Ernst der Lage erst erkennt, als es schon zu spät ist.
Ob ich nun bei den mittlerweile 3 Nachfolgefilmen auch ins Regal greifen würde, weiss ich nicht. Die würden es, wie so oft bei Horrorfilmen, vielleicht nur verwässern und versauen, was der erste Teil in einem ausgelöst hat. Ich werde aber dennoch heute Nacht gut schlafen können. Denn ich wurde ja nicht schon als 8- jährige von Paranormalen Aktivitäten heimgesucht. Obwohl: da war doch was 1985?!! …..Muahhhhh!

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