Barfly (USA 1987) Regie: Barbet Schroeder

Vorher:
Kurz bevor die trinkreichen Feiertage beginnen, mache ich mich schon mal warm. „Barfly“ mit Mickey Rourke und Faye Dunaway. Eine klassische Säufergeschichte mit autobiografischen Zügen von Charles Bukowski. Ich habe nicht die leiseste Ahnung was außer am Tresen hocken und trinken noch passiert. Philosophieren, Lieben und Scheitern vermute ich. Ach und schreiben.

Mittendrin:
„Er hasst Hilfe, er würd dich anpissen, wenn er könnte.“
„Was trinkst du?“ „So ziemlich alles.“
„Manche Leute werden niemals verrückt, was für ein wirklich schreckliches Leben müssen sie leben.“
„Gott wer ist das denn? Diese Frau. Sieht so aus wie eine Göttin in Not.“
„Was machen sie eigentlich?“ „Ich trinke.“
„Keine Sorge. In mich hat sich noch nie jemand verliebt. Hey!“
„Wenn ein Mann vorbeikäme mit einer Flasche Whiskey, dann würde ich sofort mit ihm gehen.“
„Ich hatte so ne Idee, man entdeckt mich erst nach meinem Tod.“
„So benimmt sich doch nur ein dummes kleines Arschloch.“

Nachher:
Kaputt, Kaputter, Barfly. Da liegt so ein schmieriger, gelber Film über dem gesamten Film.
Traurige Trinkerballade in der die Verliererdichte so hoch ist, wie der Alkoholkonsum. Vielleicht sollte man sich zu dem Film gnadenlos betrinken. Oder eben gerade nicht. Alle anderen sind ja schon betrunken.
Die Liebesgeschichte ist natürlich genauso kaputt und hoffnungslos, wie alles andere in dem Film. Wenn Trinker auf Trinkerin trifft, dann wird nicht nur gesoffen, dann fliegen sie Kleider aus dem Fenster, wird der Tod vorgetäuscht und Frauen prügeln sich.
Das Ganze ist aber durchaus witzig, surreal und grotesk. Und macht sogar nüchtern Spaß.

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