127 Hours (USA, 2010) Regie: Danny Boyle

Vorher:
Der Abenteuerfilm nach einer wahren Begebenheit. Was als aufregender Wandertrip anfängt, wird zum einsamen Alptraum. Danny Bolye verfilmte die 127 Stunden eines Mannes, der in einer Felsspalte feststeckt und sich selbst den Arm amputieren muss. Das hört sich nach einer schweißtreibenden One Man Show von Hauptdarsteller James Franco an. Ich bin gespannt.
Mittendrin:
„Christieeeee, Megannnnn. Ich bins Aaron.“
„Denk nach.“
„Könnte schärfer sein.“
„Die Vorräte gehen zur Neige und Wasser habe ich noch 300- 400 ml.“
„Nicht ohnmächtig werden.“
Nachher:
Los geht’s: Geile Kameraführung zu Beginn, die Aarons Unruhe und Ehrgeiz wiederspiegelt. Bumm. Stillstand, Ruhe, keine Weite mehr. Nur noch ein kleines Stück Himmel. Ich bekomme auch schon nach 3 Minuten Beklemmungen. Wenn der Prophet nicht den Berg zerschneiden kann, dann muss der Prophet den Arm abschneiden. Das eintönige Szenario des Abwartens und Versuchens den Fels zu bewegen wird durch hallozinatorische Sequenzen aufgelockert, die den Zuschauer in Aarons Delirium hineinziehen. Auch wenn man schon weiß, wie es ausgeht, kann der Film mit seinem Einfallsreichtum sehr gut unterhalten. Ich habe nicht nur einen Abenteuerfilm gesehen, sondern auch ein Psychogramm einer Extremsituation. Alles natürlich total überzogen und zum Schluss hin auch kitschig. Aber das hat für mich trotzdem gepasst. Ich muss allerdings sagen, dass ich mich mit dem Protagonisten nicht identifizieren konnte und schon am Anfang gedacht habe, als der Typ wie ein Wilder durch die Felslandschaft geheizt ist: Junge du bist ein Idiot. Und am Ende ist er ein Idiot mit nur noch einem Arm. Die allerletzte Szene hat mich dann aber wieder sehr gerührt. Da war er mir dann doch wieder sympathisch und die Tränen flossen. Typisch Annika.

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