Mein Name ist Nobody (Italien 1972) Regie: Tonio Valerii

Vorher:
Achtung heute wird im Duett gepfiffen! Heute gibt es nicht nur endlich einen Western, sondern auch Terence Hill. Und Uwe als charmanten Filmbegleiter. „Mein Name ist Nobody“ ist Uwes Lieblingsfilm und ich habe mich bisher geweigert, mich mal auf den Film einzulassen, weil ich dachte: eine Mischung aus alberner Klamotte a la Terence und Bud in Kombination mit Western- nix für mich. Jetzt hoffe ich, dass ich mich getäuscht habe und Uwes Film aller Filme auch mir gefallen wird. Terence blaue Augen im Film und Uwes blaue Augen auf dem Sofa- das sind ja schon mal gute Zutaten für ein Vergnügen. Hat Sergio Leone vielleicht sogar Regie geführt?

Mittendrin:
„Pa, kennst du jemanden der schneller schießt als dieser Mann? Schneller als er? Niemand?“

„So nen Strahleboldt wie du braucht nen glänzenden Abgang.“

„Vom Rauchen kriegt man kurze Beine.“

„Er hat Recht, der Sattel blinkt und glitzert wie eine Bordelltür.“

„Na nun hast du’s geschafft mich in die Geschichte reinzuziehen. Bleibt nur die Frage: Wie komme ich da wieder raus?“ „Na es gibt doch nur einen Weg.“ „So und welcher?“ „Ein Held muss sterben, dass ist doch ganz klar.“

„Sterben ist nicht das schlechteste, was einem passieren kann.“

Nachher:
Uwe freut sich wie ein kleiner Westernheld. Endlich habe ich „seinen“ Film gesehen und er hat mir tatsächlich gefallen. Der Film erinnert in seinen ersten Szenen schon an „Once upon a time in the west“. Aber Sergio Leone hat nicht Regie geführt, sondern am Drehbuch mitgeschrieben. Terence Hill ist der gute Geist, der überall auftaucht, alles kann und irgendwie alles kommentiert. Er ist der Narr, der alle Weisheiten in alberne Sprüche, Geschichtchen und Grimassen verpackt. Und in der deutschen Synchronisation muss man schon an die Bud und Terence Filme denken. Klar, hier war ja auch der legendäre Rainer Brandt am Werk, der mit seiner Schnoddersprache unsere Jugend geprägt hat. Sei es bei „Die 2“, den Louis de Funes, Pierre Richard und eben den Bud Spencer/ Terence Hill Filmen. Der Film kann sich nicht so richtig entscheiden, ob er ein ernsthafter Italowestern ist oder eine Terence Hill Prügel und Schießshow. Aber das macht ihn inmitten der ernsthaften Western zu etwas besonderem. Henry Fonda als alternder Held, der einfach nur nach Europa will und Terence Hill als junger, namenloser Nobody sind ein kontrastreiches Duo, das sich herrliche Wortgefechte liefert. Diese Dualität spiegelt auch der tolle Soundtrack von Ennio Morricone wieder mit der unschlagbar tollen Melodie, die einfach gute Laune macht, auch wenn man sie schon tausend Mal vor sich hin gepfiffen hat.

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